Weihnachten rückte unübersehbar näher, doch nicht nur das, auch das neue Austauschjahr. So entsandte das Komitee eine Delegation des Vorstandes zu den Partnern in Frankreich. Peter Organiszak und Dorothee Faris, als neu gewählte Mitglieder des Vorstandes, Anke Grzeca, Teilnehmerin des Entdeckeraustausches wie auch Jörn Bielenberg, Jugendaustausch, begleiteten die erste Vorsitzende Katharina Bielenberg.
Das Komitee Uelzen unterstützte mit eine Spende dort den Verkaufsstand der „Commission Allemagne“ beim solidarische Weihnachtsmarkt von Europe Échanges im November 2025 zugunsten der Partner in Burkina Faso. Im Gepäck waren Produkte, die dort weniger oder gar unbekannt sind, Kunsthandwerk und ein kleiner Bücherflohmarkt. Im Angebot waren gut erhaltene Bücher vom Kochbuch „Die echte deutsche Küche“ bis zum „kleinen Vampir“. Auch die Mitglieder der Kommission hatten auf ihren Reisen in Deutschland bereits nach Produkten gesucht, die sie ihren Landsleuten anbieten wollten. So war der kleine Stand reichhaltig gefüllt und die Gruppe war zufrieden mit dem Erfolg, wenn auch vieles übrig blieb.
Die restlichen Bücher wandern nun in die Bibliothek von Europe Echanges und die Lebensmittel sowie verbliebene kunsthandwerkliche Produkte werden wiederum von Europe Inter Echanges auf dem Plateau Est unter die Leute gebracht.
Besuchende, die durch die Produktpalette angelockt wurden erhielten darüber hinaus Informationen über die Lüneburger Heide und Uelzen und in den Gesprächen wurde von den Austauschen berichtet.
Die Delegation hatte auch Gelegenheit örtliche Bürgermeister:Innen und die Parlamentsabgeordnete Annie Vidal zu begrüßen, das erneute Erscheinen einer Delegation zum solidarischen Weihnachtsmarkt wurde freundlich gewürdigt.
Anknüpfend an früher regelmäßig stattfindende Arbeitstreffen der Partnerschaftsvereine war am Rande der Veranstaltung ein Treffen der Verteter:innen der zwei Partnerorganisationen mit der Delegation organisiert worden, um über die geplanten Aktivitäten des kommenden Jahres zu beraten.
Beherrschendes Thema waren die Überlegungen, die Generation der Senioren im kommenden Jahr auch wieder die Gelegenheit zu geben, den Austausch zu pflegen. Dorothee Faris trug die Ideen vor, die zusammen mit Petra Heinzel, Familien-und Seniorenbüro Hansestadt Uelzen, und Interessierten bereits entwickelt worden sind.
Auf französischer Seite wurden Bedenken vorgetragen, ob eine geplante Busreise finanzierbar sein würde, ob sich ausreichend Teilnehmende finden würden oder ob überhaupt ein zweiter Erwachsenenaustausch sinnvoll sei, weil sich die sich interessierenden wohl überschneiden würden.
Diskutiert wurde die Möglichkeit, Unterstützung des deutsch-französischen Bürgerfonds zu erreichen.
Beendet wurde der Tagesordnungspunkt mit der Vereinbarung, auf französischer Seite Kostenvoranschläge einzuholen und beiderseits intensiv nach potenziellen Mitreisenden zu suchen.
In Nachgesprächen wurde klar der Bedarf gesehen für weitere Diskussionen, um dem Austausch ein Konzept oder Rahmen zu geben, der für alle nachvollziehbar ist.
Weiteren Lichtblick gibt es für den Jugendaustausch. Wenn auch noch kein Austausch im eigentlichen Sinne etabliert werden kann, so gibt es doch Bemühungen, Gastfamilien für die Jugendlichen aus dem Landkreis Uelzen zu gewinnen. Und vielleicht darf sich dann der eine oder die andere doch auf einen Gegenbesuch freuen. Das Programm für die Woche in den Osterferien (www.ue-76.de) setzt dabei auf weitere Begegnungen mit zwei Jugendgruppen. Nicht ohne Hintergedanken, sondern mit dem Ziel Lust zu machen auf die internationalen Treffen. Jörn Bielenberg und Peter Organiszak planen und begleiten zusammen mit weiteren Jugendleiterinnen die Jugendbegegnung, deren Träger der Landkreis Uelzen ist. Ansprechpartnerin dort Lale Jaernecke, Jugendpflege und Vorstandsmitglied des Komitees. In Frankreich ist Marie Savagner mit ihrem Team von Europe Échanges mit der Gestaltung der Woche befasst. Die noch nicht wieder fest etablierten Modalitäten, die Anreise mit Minibussen und die Heranführung neuer Familien und Rücksichtnahme auf deren Möglichkeiten sind aktuell die größten Herausforderungen.
Die Schulaustausche, Lycée Franqueville -Saint Pierre / KGS Bad Bevensen und HEG Uelzen / Collège Darnetal (neu mit bekannter Organisatorin), laufen weiter und die Planungen laufen bereits.
Für den Entdecker-Austausch ist inzwischen ein Termin geplant: die Einladung nach Frankreich soll vom 11.- 15. Juni erfolgen. Ausrichtende Partnerorganisation ist in diesem Fall Europe Inter Échanges im Osten von Rouen. Dabei sind jedoch auch Teilnehmende aus Bois Guillaume und Umgebung im Norden Rouens. Weitere Details sind in der Planung.
Dankbar zeigte sich Marie-Paule Allaire (EIE) für die Mitbringsel, die die Hansestadt Uelzen als Trostpreise für den Kostümwettbewerb der bevorstehenden Generalversammlung gestiftet hat.
Wie das zusammen passt musste erst geklärt werden. Die Commission Allemagne hatte den Auftrag bekommen, die Vollversammlung Anfang 2026 zu organisieren. Bei über 100 teilnehmenden Mitgliedern gibt es Einiges zu organisieren. Und da nun mal gerade Karnevalszeit ist, soll diese – zwar nicht ausschließlich deutsche – Tradition den auflockernden Rahmen geben.
Erfreuliche Nachricht gab es im Vorwege schon zum Sportleraustausch, die Handballer aus Nettelkamp mussten lange auf eine positive Nachrichten aus Bihorel warten. Aktuell wurde bestätigt, dass nach einem Gespräch mit Vereinsvertretern von erneutem Interesse berichtet wurde. Glücklicherweise ist das Engagement des Vereins im Landkreis Uelzen ungebrochen und es gelingt auch den Nachwuchs für die Partnerschaft zu begeistern. Allerdings wird auf französischer Seite über eine Terminverschiebung nachgedacht, bisher war Pfingsten der gemeinsame Termin für den Austausch in beide Richtungen. Von deutscher Seite konnte inzwischen klar gestellt werden, dass dies schwerlich denkbar wäre.
Im weiteren wurde von französischer Seite vorgeschlagen, ergänzend zu der bereits dort installierten Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“, für die großes Interesse bekundet wurde, für das kommende Jahr eine Aktion zu planen, die ein weiteres deutsch-deutsches Thema aufgreift und eine Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung parallel im Landkreis Uelzen und in einer französischen Partnergemeinde auszustellen.
Abschließend rauchten die Köpfe, und das Format, in dem seit langem zum ersten Mal gemeinsam am Tisch die Planungen für das kommende Jahr besprochen wurden, wurde im Vorwege auch unterschiedlich bewertet. Die Kommunikation war belastet durch Unstimmigkeiten, die längst verjährt sein sollten. Doch für ein erstes Treffen, mit dem Ziel, des Kennenlernens der letztlich in weiten Teilen neuen Teams, der gegenseitigen Beratung und der Verbesserung des Informationsaustausches, ist das Resümee am Ende positiv. Allerdings sollte daran auch rasch angeknüpft werden, zum Beispiel auch digital.
Kurz angerissen wurde die Idee den deutsch-französischen Tag 2027 für eine gemeinsame Aktion zu nutzen. Unabhängig voneinander wurde von verschiedenen Seiten ein Treffen in Brüssel in den Raum geworfen, ohne dass bereits konkretisiert wurde. In manchem Kopf wächst das Projekt jedoch bereits.
Und der Weihnachtsmarkt? Auch der wurde ausgiebig besucht und es gab das eine oder andere Hallo, wenn man auf bekannte Gesichter traf – so die der Vertreterdes örtlichen Rotary-Club, denen eine Absage des Uelzener Clubs überbracht werden musste, der Engagierten in den verschiedenen Kommissionen, der Vertreter der Ghilde des Photographes. Das Angebot aus den verschiedenen Partnerländern und weiterer teilnehmender caritativ arbeitender Organisationen reichte von kulinarischen Spezialitäten über Handwerkskunst bis hin zu Stoffen.
